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Aktuelles

Neustart mit Unterstützung

09. November 2020

Dass Familie M. in einer Zweizimmerwohnung wohnt, ist keine Selbstverständlichkeit. Denn das Jahr 2020 war für die Jungfamilie in vielerlei Hinsicht von Herausforderungen geprägt.

Während Frau M. auf Urlaub in Wien war, traf sie zufällig Herrn M. Die beiden verliebten sich, heirateten und bekamen zwei Kinder. Nach einigen Jahren in Mazedonien kehrten sie Anfang des Jahres voller Zuversicht nach Wien zurück. Kurz nach der Ankunft kam es jedoch zum Coronavirus bedingten ersten Lock-Down, der die Familie vor viel Ungewissheit und ungeahnte Herausforderungen stellte.

Schwierige Suche

Zu Beginn wohnten Alba, Arlind, Frau und Herr M. bei Verwandten. Innerhalb weniger Wochen fand Herr M. wieder Arbeit als Filialeiter einer Schnellrestaurantkette. Der Start schien geglückt, nur Wohnung fanden sie keine. Rücklagen für Provision und Kaution waren nicht vorhanden und auch das Coronavirus erschwerte die Suche nach einer Bleibe.

„Es war so gut wie unmöglich, eine Wohnung zu finden. Kaum jemand hat sich getraut, Besichtigungen durchzuführen, jeder Behördengang dauerte länger als üblich. Egal, ob es um den Sprachnachweis meiner Frau oder andere Anträge ging“, erzählt Herr M. von den Hürden, die die Familie überwinden musste.

Starthilfe

Bei ihren Verwandten, die auch Kinder haben, wurde es rasch eng. Also wandte sich Familie M. an das Chancenhaus Obdach Favorita für Familien. Dort bezog sie eine möblierte Kleinwohnung und konnte sich während des ersten Lock-Downs zurückziehen. Herr M. ging arbeiten und was möglich war, wurde für den Zukunftstraum der eigenen Wohnung gespart. Als sich die Situation in Wien etwas entspannte, begann die erneute Suche nach einer Wohnung, unterstützt von Obdach Wien Mitarbeiterin Christina Huber.

Familien(t)raum

Nach Monaten im Chancenhaus und langer Suche fand Familie M. eine leistbare Wohnung. Der Moment des Vertragsabschlusses und der Schlüsselübergabe war der zweitbeste Moment dieses Jahr. Der beste war die gelungene Überraschung für Alba und Arlind. Sie wurden mit eigenen Betten inklusive Dekoration überrascht. Die ganze Familie fühlt sich sichtlich wohl. „Hier sind wir zuhause und unendlich dankbar für all die Hilfe, die wir bekommen haben. Für das Engagement von Frau Huber gibt es gar keine Worte!“, fasst Herr M. zusammen, was die Eltern fühlen.

Jetzt fehlt nur noch, dass auch Frau M. Visum und Arbeitserlaubnis bekommt, denn sie möchte unbedingt arbeiten. Geht es nach Arlind, fehlt auch noch eine Katze, denn in Mazedonien hat die Familie immer wieder Findlinge großgezogen. Und das Sofa muss noch geliefert werden. Das ist für Familie M. das Herzstück der Wohnung, auf dem gekuschelt, gelesen, ferngesehen und gespielt werden kann. Dank ihrer harten Arbeit und der Unterstützung von Obdach Wien, ist es nun nicht viel, was Familie M. noch zum großen Glück fehlt.

Über das Chancenhaus Obdach Favorita

Wohnungslose Frauen und Familien können sich hier in Ruhe auf eine passende Wohnform vorbereiten. Möblierte Kleinwohnungen für Familien und Ein- bis Zweitbettzimmer für Frauen bieten Rückzugsräume. Freizeitangebote für die Kleinsten und 24-Stundenbetreuung runden das Angebot ab.